Held Biker Fashion

Testfahrer

Heldenhafte Testfahrer

Vor gut einem Jahr suchten die Firma Gore-Tex® und wir hundert Testfahrer, die eine neue Generation der X-TRAFIT™ Membrane für eine Saison testen wollen. Wir waren überwältigt von der Vielzahl an Bewerbungen, die bei uns eingegangen sind. Nach dem durchforschen von über 2000 Bewerbern konnten wir unsere 100 Testfahrer bestimmen.

Um unsere Fahrer etwas zum Kilometersammeln zu Motivieren, verlosten wir am Ende der Testaktion unter den 50 Fahrern mit den meisten Kilometern attraktive Preise (z.B. Hauptgewinn Motorradreise in Namibia). Doch jeder Kilometer den die Testfahrer sammelten diente zusätzlich noch einem guten Zweck.   Unser Gewinner Jens konnte während seiner Namibia-Reise das Waisenhaus Moria Grace besuchen und neben Blöcken, Buntstiften  etc. einen  Scheck  von uns im Wert von 2.500 € dem Waisenhaus überreichen.

Jens ist in der Zwischenzeit wieder zurück aus Namibia und hat uns Bilder und einen Reisebericht zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Wir möchten uns nochmal bei allen Testfahrern bedanken. Ihr habt wirklich einen guten Job gemacht.

Wer mehr zur Testaktion erfahren möchte besucht bitte folgende Website:
www.heldenhafte-testfahrer.de

Euer Team von Held Biker Fashion

Reisebericht - Namibia

Die Sonne geht grade auf und ich genieße noch kurz die kühle Luft auf dem Rollfeld des Flughafen Windhoek. Wohl wissend das es gegen Mittag schon recht heiß sein kann. Mit den ersten Bikern, die den gleichen Trip machen, habe ich mich schon auf dem Frankfurter Flughafen angefreundet. Waren durch die Gravel Travel Shirts, die uns vor der Reise zugeschickt wurden, ja auch leicht zu erkennen. Mit Rainer, unserem Mechaniker/Tourbegleiter, fahren wir zur Windhoek Mountain Lodge. Eine wirklich schöne Unterkunft die eine tolle Aussicht über die ersten Kilometer Namibischer Landschaft bietet. Die Temperatur nähert sich dem Wohlfühlbereich von 34°C und erste Tuchfühlung zu den Mitstreitern wird aufgenommen. Als Gewinner des Hauptpreises weiß ich, auf die Frage hin wie ich zu Gravel Travel gekommen bin, zu verblüffen.
Bei der Wahl des Motorrads habe ich mich dann spontan für eine XT660 R entschieden. Da ich privat ja schon die Tènèrè kenne wollte ich für Namibia lieber eine leichtere Maschine pilotieren. Nach einem kurzen Briefing durch unseren Tourguide können wir zur Einführungsrunde aufbrechen. Recht ungewohnt bewegte sich die XT über den losen Schotter. Kippelig und wackelig fühlen sich die ersten Kilometer an. Der Linksverkehr machte da schon weniger Probleme. Schnell fasst man wieder vertrauen zu seinem Fahrkönnen und dem losen Untergrund und kann die Landschaft genießen. Die Teststrecke selbst bietet alles was auch später, in milder oder härterer Form, auf der Tour zu erwarten ist. Loser Schotter, feiner Sand, Wasserdurchfahrten und Asphalt. Alles was einen Endurofahrer in Entzücken versetzt.

Gut gestärkt durch das Bushman Fondue, welches vornehmlich aus Kudu besteht, können alle 14 Fahrerinnen und Fahrer zur ersten richtigen Etappe aufbrechen. Nach dem Briefing, einer „Straßen“-karte und dem Navi fällt es dann doch schon recht schwer vom rechten Weg abzukommen. Wegbeschreibungen à la „Fahre 153km geradeaus, biege rechts ab und nach 123km wieder links…“ waren die Regel.
Das Fahren auf den Namibischen Schotterwegen ist fantastisch. Die Landschaft fliegt traumhaft schön an einem vorbei und beeindruckt mit ihrer Vielfalt an Vegetation. Immer wieder muss ich stoppen weil Zebras, Springböcke, Paviane, Warzenschweine oder sogar Elefanten auf der Piste stehen. Letztere sind wirklich sehr friedfertig, so lange man nicht versucht Sie zu streicheln.
Die goldene Regel auf dieser Tour ist, wenn eine Tankstelle auftaucht dann bitte auch tanken. Zwischen den einzelnen Tankstellen können gerne schon mal 200km Schotter unter die Räder genommen kommen. Oft genug rollt meine XT, die Tankstellen, trocken wie ein Martini an. Glücklicher Weise hält sich der Regen, auf der gesamten Tour, stark zurück. Andererseits wäre es möglich gewesen dass diverse Tanklaster die Tankstellen nicht mehr anfahren können. „No 95 for the next two day`s“. Trotz allem gibt es natürlich auch Regen. Welcher die Piste oft in eine richtige Seenlandschaft verwandelt. Allradgetriebene Fahrzeuge taten in den schlammlöchern ihr übriges und verhalfen Enduro erprobten Fahrern zu nassen Stiefeln und dauergrinsen.
Aktionen abseits der Strecke müssen sich mit denen auf der Strecke auch nicht wirklich messen. Kanu fahren auf dem Oranje River, Safaris in Etosha oder Mount Etjo, Löwenfütterung bei Nacht oder Quad fahren in den Dünen der Namib Wüste. Programm gibt es immer und es lohnt sich wirklich jedes Mal.

Anfangs war ich recht skeptisch, ob ich wirklich meinen tollen, gewonnenen Heldanzug tragen soll. Teils aus Gründen der Verschmutzung, teils wegen der immensen Hitze die in den Wüstenabschnitten zu erwarten ist. Nun, mein Anzug ist in der Reinigung und ich bin nicht dem Hitzschlag erlegen. Durch die Lüftungseinlässe und ein atmungsaktives Shirt kann ich selbst die 48°C auf den Wüstenpassagen ertragen. Was Schlammlöcher angeht… Wenn man 90% ausweicht ist man zu 10% eingeweicht. Der Held Kombi wird es überstehen. Danke dafür!
Zusammenfassend kann man sagen die Reise hat mein Bewusstsein erweitert. Einsam und verlassen mit dem Motorrad durch die Landschaft zu fahren, wohl wissend das in spätestens 3 Stunden das Service Auto da ist, birgt immer noch genug Abenteuerstoff für einen Motorradfanatiker wie mich. Die Menschen waren alle freundlich und machten einen so zufriedenen Eindruck, der erst wich wenn man sich touristisch erschlossenen Gebieten näherte. Die Lodges waren auch immer einen harten Ritt wert. Oft in traumhafter Lage, verführten Sie zum länger Bleiben. Obwohl es meist außer am Pool zu liegen keine anderen Aktivitäten gab.

Das Moria Grace Waisenhaus in Windhoek besuchten wir alle auf dem Weg zum Flughafen. Vor Beginn der Reise hatte ich mir Geschenke für die Waisenkinder aus besorgt. Kleinigkeiten eben, die auch noch in schmalem Reisegepäck Platz finden. Danke auch nochmal an Held, die mir zu meinem Märchenbuch, Blöcken und Stiften auch noch ein Päckchen zusammengestellt haben. Viele kleine Hände stürmten den Karton, während Ralf Möglich und ich den Scheck an die Heimleiterin übergaben. Ein Moment der nicht nur mich sondern auch viele der anderen bewegt hat.
Ich möchte mich an dieser Stelle gerne bei Held Bikerfashion bedanken, die mir diese Reise ermöglicht haben. Mein Entschluss steht fest: „Ich komme wieder!“